Alternativer DNS-Server
Unter Ubuntu 9.10 Karmic Koala
Dieses Tutorial beschreibt, wie Du Deinen DNS-Server ändern kannst und somit eine potentielle Zensur deines Providers umgehst oder einfach nur die Geschwindigkeit der Namensauflösung erhöhst.
Konfiguration
Standardmäßig wird der DNS-Server deines Internetproviders verwendet. Um dies zu ändern gehst Du unter Ubuntu in die Netzwerkkonfiguration:
Hier wählst du das Interface aus, mit dem du dich im Internet befindest, in unserem Falle eth0 und klicktst bearbeiten an:
Hier kannst du jetzt unter der Registerkarte „IPv4-Einstellungen“ mit der Einstellung „Automatisch (DHCP), nur Adressen“) deine DNS-Server eintragen. Um mehrere anzugeben, falls einer ausfällt, kannst du sie mit Kommata trennen. In unserem Beispiel nutzen wir OpenDNS, unten gibt es eine Liste weiterer Adressen.
Jetzt müssen wir das Netzwerk neustarten. Dazu klickst du mit der linken Maustaste auf das Netzwerkstatussymbol in der Tray-Systemleiste und klickst auf „Trennen“ und dann einmal auf das Interface (z.B. „Auto eth0“) um es wieder einzuschalten.
Haben wir oben die Adressen von OpenDNS angegeben, bietet uns OpenDNS unter welcome.opendns.com die Möglichkeit zu überprüfen, ob wir mit OpenDNS surfen. Das sieht im besten Fall so aus:
Liste alternativer DNS-Server
Hier ist eine Liste von alternativen DNS-Servern. Bitte beachte die Fußnoten zu den Servern am Ende der Seite. Einige Server haben mehrere IP-Adressen, in dem Fall trägst Du am besten alle gelisteten ein.
| Betreiber | IP-Adresse |
|---|---|
| FoeBuD (www.foebud.org) | 85.214.73.63 |
| Chaos Computer Club Berlin (www.ccc.de) | 213.73.91.35 |
| PowerNS (www.powerns.de) | 194.145.226.26 77.220.232.44 |
| Google* (www.google.com) | 8.8.8.8 8.8.4.4 |
| OpenDNS** (www.opendns.com) | 208.67.222.222 208.67.220.220 |
*Google betreibt seit neusten einen eigenen DNS-Server. Dieser ist teilweise schneller als der Server des eigenen Providers, allerdings gilt Google als Datensammler, daher sollte man es sich überlegen, ob man diesen nutzen möchte.
**OpenDNS verwehrt den Zugriff auf bösartige Webseiten. Die Filter können durch einen Account bei OpenDNS konfiguriert werden.
OpenDNS ist, anders als der Name vermuten lässt, weder Open-Source, noch in einer anderen Form frei. Es steckt eine Firma hinter.
Tutorial von Raphael Michel


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